PM 14/2020 Neue Hiobsbotschaften aus dem Bürgerpark / Biotop muss teilweise entleert werden

Saarbrücken. Ein Jahr ist es her, da äußerte der derzeitige OB der LHS Saarbrücken Uwe Conradt (CDU), er werde den Bürgerpark zur Chefsache machen. Doch was ist bisher geschehen? Die Korona-Krise möge das ihrige zur Verzögerung der Aufwertung des Parks beigetragen haben. Die bisherigen Erneuerungen (Lichtanlage / Skatepark) gehen noch auf den alten Stadtrat zurück. Damit kann sich Uwe Conradt nicht schmücken. Die Bürgerpark-Initiative bemängelt den derzeitigen Zustand und wirft Uwe Conradt Vernachlässigung vor.

Schon im Juli 2020 hat die Bürgerpark-Initiative darauf hingewiesen, dass die Pumpe des Wassertors kaputt ist. Das Wahrzeichen der Parks, von jedem von der Westspange gut sichtbar. Der Verein wies deshalb auch auf ein Kippen des Teichs hin. Nun ist es soweit! Die Grünamtsleiterin der LHS Saarbrücken am 09.11.2020 dazu: "Man muss jetzt erst den unteren Teich entleeren, um den Schacht trocken zu bekommen und die Pumpe bergen zu können. [...] Vorher muss [...] der Fischbesatz abgefischt werden. [...] Das werden wir in den kommenden Wochen mit Hilfe der Fachleute des Saarländischen Fischereiverbandes auch tun." Frau Dams weiterhin zur Beschaffung der Wasserpumpe: "Wir werden sie erst wieder im kommenden Frühjahr haben."

Zur Kritik der Bürgerpark-Initiative, dass der Park mehr Arbeitskräfte bräuchte, um ihn auf ein einer Landeshauptstadt gebührendes Niveau zu hieven, gestand Frau Dams Personalengpässe (jedoch nicht im Park) ein. Zudem kommt erschwerend hinzu, das "Seit dem 15.10.2020" [...] die Reinigung des Bürgerparks [...] wieder ausschließlich durch eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" des Grünamtes erfolgt. Also eine deutliche Mehrbelastung des Grünamtes zu Gunsten der ZKE.

Die Bürgerpark-Initiative kann sich nicht vorstellen, dass der jetzige OB der LHS Saarbrücken Uwe Conradt davon keine Kenntnis hatte und fragt sich, in wie fern er sein Versprechen einlösen will. Auch wenn der Oberbürgermeister der LHS Saarbrücken mit der Koronakrise sehr in Anspruch genommen ist, dürfen andere, auch finanziell entscheidende Dinge nicht liegen bleiben. Und die Bürger*innen sollten frühest möglich in den Diskussionsprozess einbezogen werden, was glücklicherweise in die Wege geleitet ist.