PM 15/2020 Entschuldigung der Bürgerpark-Initiative gegenüber der Stadt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Uwe Conradt,
sehr geehrte Mitarbeitende des Grünamtes,

erst einmal ein Dankeschön für Ihre Offenheit und verständlichen Brief vom 25.11.2020 (Zugang 27.12.). Wir können Ihre Verwunderung sehr gut nachvollziehen und entschuldigen uns ausdrücklich bei den Mitarbeitenden des Grünamtes und Ihnen, dass wir Textpassagen zwar nicht falsch, jedoch in falschem Zusammenhang zitiert haben. Die Saarbrücker Zeitung berichtete am 19.11.2020. Das tut uns sehr Leid und ist wahrscheinlich auch nur in dem Kontext unseres aufgestauten Unmutes zu verstehen.

Der Bürgerpark war dieses Jahr tatsächlich viele Monate in einem schlechten Zustand, obwohl auch Gutes geschehen ist. Es kamen gleich mehrere missliche Umstände zusammen. So war der Park circa 2 Monate vermüllt (was Ihnen auch die regelmäßigen Besuchenden bestätigen können), die Wasserqualität und Teichhygiene ließ dieses Jahr auch zu wünschen übrig, beinahe wäre es zur Ansiedlung von Nutrias gekommen, seit der Skatepark-Eröffnung wird der Park mehr und mehr als  Parkplatz unberechtigt genutzt, schließlich ging auch noch die Pumpe des Wassertors im Juli kaputt und beim Reparaturversuch im September riss eine Kette, die nun das Entwässern des tiefer gelegen Teil des Teiches notwendig macht. Da können wir schon von einer Hiobsbotschaft sprechen.

In der Pressemitteilung, auf die Sie sich beziehen, haben wir nicht von einer Unterbesetzung an Arbeitskräften im Park, sondern in der Verwaltung des Grünamtes gesprochen. Dass die ZKE der Stadt bei der Reinigung aller Parkanlagen nur ein halbes Jahr behilflich ist, ist uns neu. Wir fragen uns aber, warum im Bürgerpark hin und wieder Zusatzkräfte zum Einsatz kommen müssen, wenn doch die im Park Beschäftigten ausreichen.
Dass der Teich unter der Westspange alle Jahre mal wieder grundgereinigt werden muss, ist uns bekannt. Dabei dürfen Sie es auch uns verdanken, dass dies nun nur circa alle 10 Jahre geschehen muss, denn wir haben der Stadt den Vorschlag unterbreitet, die Westspange vor den Tauben zu versiegeln, was zu einer wesentlichen Verbesserung der Wasserqualität beigetragen hat, so dass der Teich nicht mehr öfters entleert werden muss. Die Versiegelung hat auch die Ästhetik (Taubenkot) der Teichbrücke erheblich verbessert und wir sind der Stadt dankbar, dass sie unseren Vorschlag aufgegriffen hat.

Positiv bewerten wir, dass der Park nun endlich eine neue Beleuchtung hat, die auch den Skatepark umfasst. Endlich gibt es auch wieder, wenn auch noch erst provisorisch, Gastronomie und Toiletten. Die Gastronomie im Park wird sich aber unserer Meinung nach nur halten, wenn die Kette der Unglücke bricht, und die Inhaber ihre Preise senken. Wir danken der Stadt auch dafür, dass sie die im Bürgerpark tätigen Vereine und Interessengruppen in die Planungen um die Aufwertung des Parks mit einbezogen hat. Wir sind gespannt auf die erste öffentliche Vorstellung der Pläne und die damit verbundene öffentliche Diskussion.

Dies Alles soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir mit unserer vorigen Pressemitteilung einen falschen Eindruck erweckt haben, und entschuldigen uns nochmals dafür und bitten um Nachsicht.

In Hochachtung, i.A. Andreas Heiske

PM 15/2020 Entschuldigung der Bürgerpark-Initiative gegenüber der Stadt

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